Aktuelle Meldungen aus dem Science Fiction - Universum


5. September 2022

Hugo Awards 2022

 

In der vergangenen Nacht wurden in Chicago die Hugo Awards 2022 verliehen.

In der Kategorie "Bester Roman" siegte 

 

        "Am Abgrund des Krieges"

        von Arkady Martine.

 

Die Fortsetzung von "Im Herzen des Imperiums", dem Hugo-Siegertitel von 2020, konnte sich nun nach dem Locus Award also auch den wohl "größten" Titel der internationalen Phantastik sichern.

Bemerkenswert: In der Kategorie "Best Fan Writer" ging der Preis an eine Deutsche. Herzlichen Glückwunsch an Cora Buhlert!


 

Die Übersicht über sämtliche Siegertitel in allen Kategorien findet sich auf der offiziellen Hugo Award - Homepage.

Eine Aufzeichnung der gesamten Preisverleihungs-Zeremonie ist übrigens Online verfügbar, und zwar HIER.

 

 


16. Juli 2022

Herbert W. Franke ist gestorben

 

Am heutigen Samstag ist mit dem österreichischen SF-Pionier Herbert W. Franke einer der ganz Großen seiner Zunft im Alter von 95 Jahren verstorben. Genauer muss man sagen, dass das Verfassen von Science-Fiction-Texten nur eines seiner vielen Talente war, denn auch auf anderen Gebieten hat er Bahnbrechendes geleistet.

Ein paar Worte zu seiner Person sowie ein kurzer Überblick über seine SF-Veröffentlichungen findet sich HIER im Autoren-Bereich.

 

Seit einigen Jahren erscheint im Verlag p.machinery die Gesamtausgabe seiner Romane und Kurzgeschichten: Link zur Verlagsseite.

 

Ganz persönlich hatte ich das Glück, ihn bei einem Auftritt auf dem BuCon 2017 in Dreieich erleben zu dürfen, als er im Gespräch mit Thomas LeBlanc Spannendes aus seinem Leben als Autor, Künstler und - tja, als Multitalent eben - zu berichten hatte. Im auch damals schon durchaus gesegneten Alter von 90 Jahren beeindruckte er die Anwesenden mit seiner klugen, humorvollen, weisen und durch und durch sympathischen Art.

 

Danke für alles, lieber Herbert!

 

 


26. Juni 2022

Die Gewinner der Locus Awards 2022 wurden bekanntgegeben. In der Sparte "Bester Science Fiction Roman" siegte

      

 

    "Am Abgrund des Krieges"

     von Arkady Martine. 

 

 

Nachdem ihr Roman "Im Herzen des Imperiums" im Jahr 2020 den Hugo Award gewonnen hatte, folgt nun also beim Locus Award der nächste Streich. Bei "Am Abgrund des Krieges" handelt es sich um die Fortsetzung, sprich: den zweiten Teil, der "Imperium"-Trilogie.

Zur Freude aller deutschsprachigen SF-Fans steht auch schon der Erscheinungstermin für die Übersetzung von Bernhard Kempen fest: Bereits im August können wir die Buchläden stürmen und nachlesen, wie es mit dem Imperium von Teixcalaan weitergeht.

 

Herzlichen Glückwunsch an Arkady Martine!

 

 

 


Die Locus Awards werden zudem noch in mehreren weiteren Romankategorien vergeben. Im Bereich Fantasy gewann mit "Jade Legacy" der dritte Teil von Fanda Lees "Green Bone"-Reihe, den Titel in der Sparte Horror sicherte sich Stephen Graham Jones mit "My Heart is a Chainsaw" (beide noch nicht übersetzt). Der Preis für das beste Debüt ging an den Nebula-Gewinner "A Master of Djinn" von P. Djèlí Clark (siehe HIER).

 

Die diesjährigen Locus - Preisträger sämtlicher Kategorien können HIER eingesehen werden.

 

 



25. Juni 2022

Deutscher Science-Fiction-Preis 2022

 

Der Siegerroman des DSFP 2022 steht fest:

 

   "Stille zwischen den Sternen" 

           von Sven Haupt

  

 

Den Preis für die 'Beste Kurzgeschichte' gewinnt

     "Utopie 27" von Aiki Mira,

erschienen in der Anthologie "Am Anfang war das Bild" beim Hirnkost Verlag.

  

 

Sämtliche Platzierungen sowie die

             offizielle Bekanntmachung auf der

                   DSFP-Homepage finden sich HIER.


 

Damit gibt es gleich zwei Double-Gewinne zu feiern: Aiki Miras Story "Utopie 27" holt sich nach dem Kurd-Laßwitz-Preis nun also auch den "anderen" deutschsprachigen SF-Preis und Sven Haupt sichert sich den Titel in der Romankategorie zum zweiten Mal hintereinander.
Herzlichen Glückwunsch!

 

 


24. Mai 2022

Die Gewinner des Kurd-Laßwitz-Preises 2022 stehen fest!

 


Ein alter Bekannter und doch ein Novum: Uwe Hermann konnte sich den Preis für den besten deutschsprachigen Roman sichern. Lange Zeit war er für seine Kurzgeschichten bekannt, von denen eine ("Das Internet der Dinge") im Jahr 2017 bereits mit dem KLP (und übrigens auch dem DSFP) ausgezeichnet wurde. Doch auch als Romanautor ist er mittlerweile bestens etabliert - und so räumte er nun mit seinem Thriller aus der Welt der virtuellen Realitäten (oder der Realität virtueller Welten?) auch in dieser Kategorie ab.

 

Als Bestes Ausländisches Werk wurde mit "Das Ministerium für die Zukunft" von Kim Stanley Robinson ein Roman ausgezeichnet, der inhaltlich nicht aktueller sein könnte: die Klimakatastrophe, ihre jetzt schon sichtbaren Folgen, aber auch mögliche Auswege sind hier die Themen. Wie vom Autor gewohnt, wird die Entwicklung der Welt hier kenntnis- und faktenreich und stellenweise fast schon sachbuchartig beschrieben. Es empfiehlt sich eine baldige Lektüre, bevor die Wirklichkeit den Romaninhalt eingeholt hat.

 

Zur besten Kurzgeschichte wurde "Utopie 27" von Aiki Mira gekürt, erschienen in der Anthologie "Am Anfang war das Bild". Die sprachlich hervorragende, inhaltlich ziemlich düstere Cyberpunk-Story kann übrigens kostenlos und frei verfügbar auf TOR Online nachgelesen werden.

 

 

Eine Gesamtübersicht mit allen Preisträgern findet sich HIER auf der offiziellen KLP-Webseite.

 

 


23. Mai 2022

 

 

Die Gewinner der Nebula Awards 2021 

wurden bekanntgegeben.

 

 

 

 

 

                 Hier ist der Sieger in der

                 Kategorie "Bester Roman":

 

 

 

 

Eine Übersicht über die Gewinner

aller Kategorien findet sich HIER.


 

Eine Geschichte aus dem magischen Kairo des frühen 20. Jahrhunderts: Bei P. Djèlí Clarks Siegerroman "A Master of Djinn" handelt es sich zweifellos eher um Fantasy als Science-Fiction. Da werden bei den Nebula Awards die Grenzen traditionell nicht allzu eng gezogen.

Die schlechte Nachricht ist: Weder diese noch frühere Geschichten aus dem "Magic Cairo"-Universum wurden bisher ins Deutsche übersetzt.

 

 

Allerdings ist gerade ganz frisch ein anderes Werk des Autors auf Deutsch erschienen: der Alternativwelt-Rassismus-Horror-Roman "Ring Shout".


Vielleicht liest ja hier zufällig ein Verlag mit, der sich nun auch der Dschinn-Welt von P. Djèlí Clark annehmen möchte. (Oder womöglich schon selbst auf die Idee gekommen ist.) Freunde der Fantasy wie der Science-Fiction würde es sicher gleichermaßen freuen.

 

Nun aber erst mal: Herzlichen Glückwunsch!

 

 


5. April 2022

Nominierungen für den DSFP 2022

 

 

 

Am Wochenende wurden die

    Nominierungen für den diesjährigen

 

         Deutschen Science-Fiction-Preis

 

         bekannt gegeben.

 

 

 

   In der Kategorie "Bester Roman"

         stehen die folgenden 9 Werke

                          auf der Vorschlagsliste:



16. März 2022


28. Januar 2022

Holger M. Pohl gestorben

 

Nur wenige Tage nach seinem 63. Geburtstag verstarb gestern völlig unerwartet der aus der Nähe von Heilbronn stammende Autor Holger M. Pohl.

 

Der Phantastik - Leserschaft ist er durch zahlreiche Veröffentlichungen in verschiedenen Genres bekannt; so verfasste er beispielsweise etliche Beiträge zur bereits seit über zwanzig Jahren erscheinenden "Rettungskreuzer Ikarus"-Reihe. Auch zum 24 Romane umfassenden Shared Universe - Projekt "Die neunte Expansion" steuerte er insgesamt sechs Bände bei; für dessen Spin-Off namens "Der Loganische Krieg" (9 Bände) übernahm er die Gesamtkonzeption.

Zwischen 2015 und 2019 veröffentlichte er seine Fantasy-Trilogie "Arkland", im Jahr 2021 den humorvollen Roman "Die Leiden des jungen Verlegers".

Erst vor wenigen Wochen erschien der erste Band einer neuen Science-Fiction-Reihe, an der er zusammen mit Dirk van den Boom arbeitete ("Die Welt der 7 Ebenen").

 

Neben seiner Tätigkeit als Autor war er auch mit einer (un-)regelmäßigen Kolumne auf dem Phantastik-Portal "Fantasyguide" vertreten, in der er auf humorvolle Weise verschiedenste Themen der SF/F - Szene kommentierte. Seine dortige Autoren-Biographie findet sich HIER.

 

Seit längerem war er regelmäßig in der Social Media - Welt anzutreffen, in der er - ähnlich wie in seinen Kolumnen - durchaus auch mal bissig sein konnte und nicht davor zurückschreckte, seine Meinung klar zu äußern und zu vertreten.

Ganz persönlich habe ich ihn in den letzten Jahren mehrfach auf verschiedenen Phantastikmessen bzw. -conventions angetroffen und dabei als sehr sympathischen, humorvollen und geradlinigen Menschen kennengelernt. Nicht nur, dass er bereitwillig seine Bücher für mich signiert hat, er war vor allem ein interessanter Gesprächspartner und angenehmer Zeitgenosse. Dass sein Platz bei zukünftigen "Szene-Zusammenkünften" leer bleiben wird, ist unendlich traurig.

 

Alles Gute, Holger!