Ken Grimwood

Replay - Das zweite Spiel

 

1986

   

 

 

 

 

 

Heyne

411 Seiten



Ein Mann stirbt plötzlich und unerwartet im Alter von 43 Jahren an einem Herzinfarkt. Im nächsten Moment wacht er wieder auf und findet sich ein Vierteljahrhundert in der Vergangenheit wieder, und zwar in seinem eigenen 18jährigen Ich. Er kann ... muss ... sein Leben ab diesem Punkt somit noch einmal von neuem beginnen. Ausgestattet mit 25 Jahren an persönlichen Erfahrungen sowie dem Wissen um den bevorstehenden Lauf der Weltgeschichte - was kann, was wird er bei diesem erneuten Anlauf anders machen? Zudem taucht irgendwann auch noch ein zusätzliches, angesichts der Situation völlig unerwartetes Problem auf: Zeitnot!


Stilistisch gibt es mit Sicherheit ausgefeiltere und anspruchsvollere Werke; dieser Roman lebt vor allem von der ihm zugrundeliegenden Idee. Mittlerweile ist diese zwar in ähnlicher Form schon in einer ganzen Reihe von Romanen, Kurzgeschichten und Filmen verwendet worden, aber Grimwood war, wenn auch vielleicht nicht der erste, aber doch zumindest einer der ersten. Und sie hat nichts von ihrer Faszination verloren. So verfolgen wir gespannt, wie der Romanheld mit diesem unerklärlichen Phänomen umgeht, wobei Grimwood einige wirklich originelle, aber dabei jederzeit glaubwürdige Ideen anzubieten hat.

Doch nicht nur das: Hier trifft die Floskel "Die Geschichte regt zum Nachdenken an" definitiv hundertprozentig zu, denn natürlich lädt sie zum Grübeln ein. Was würde man selbst mit einem "zusätzlichen" Leben anfangen? Ein spannendes Gedankenexperiment!
Und trotz einiger Schwächen ein absolut lesenswerter Roman.


Ken Grimwood

Replay. Das zweite Spiel

Eine sf-Lit - Kurzkritik von 2019