Erin Lenaris

Begabt. Die Ring-Chroniken

 

2018

   

 

 

 

 

 

Harper Collins

347 Seiten



Ein dystopischer Young Adult - Roman mit allen typischen Zutaten, die man davon erwarten darf: Eine vom Klimawandel ruinierte Erde, ein autoritäres politisches System, ein bösartiger "Führer", eine etwas kitschige Drei- (bis Vier-)Ecks-Liebesgeschichte ... gewürzt mit einer ordentlichen Prise Kapitalismuskritik, ein bisschen Action sowie einer jungen Hauptfigur, die allmählich zu sich selbst findet und ihre eigenen Stärken entdeckt. Einen Hauch von Fantasy erhält das Ganze zudem dadurch, dass sie über eine übernatürliche Fähigkeit verfügt: Sie kann Lügen erkennen bzw. "erfühlen". Diese Tatsache spielt im Handlungsverlauf zwar immer wieder eine wichtige Rolle, aber trotzdem stellt sich rückblickend die Frage, ob es nicht vielleicht auch ohne gegangen wäre.
Positiv ist noch anzumerken, dass hier eine interessante und insgesamt doch recht überzeugende Zukunftswelt aufgebaut wird.
Der Titel ("Chroniken") und auch das Ende des Romans deuten darauf hin, dass es sich um den ersten Teil einer Reihe handelt, wobei die Handlung erfreulicherweise nicht abrupt endet, sondern der Hauptstrang der Geschichte - wie es sich für einen vernünftigen Mehrteiler gehört - ordentlich zu Ende geführt wird; das Große Ganze allerdings ist eindeutig noch nicht abgeschlossen.
Fazit: etwas mehr Originalität und Eigenständigkeit wären wünschenswert gewesen. Wer allerdings Bücher wie "Die Tribute von Panem" oder "Die Bestimmung" mochte und auf der Suche nach mehr Lesestoff dieser Art ist, wird mit den "Ring-Chroniken" durchaus gut bedient.


Erin Lenaris

Begabt. Die Ring-Chroniken

Eine sf-Lit - Kurzkritik von 2019