Andy Weir

Artemis

"Artemis" 

 

2017

 

   

 

 

 

Heyne

432 Seiten



Der mit Spannung erwartete Nachfolger von Andy Weirs Debütroman und Überraschungs-Bestseller "Der Marsianer" (ausführliche Rezension HIER) erzählt eine auf den ersten Blick nicht unähnliche Geschichte: In "Artemis" ist es aber nicht der Mars, dem die Menschen zu Leibe rücken, nein, dieses Mal führt uns die Reise auf den Mond. Anders als im Vorgänger geht es hier jedoch nicht um die ersten bemannten Expeditionen (dann wäre es ja schließlich auch ein Historischer Roman und keine SF), sondern um die erste dort errichtete, dauerhaft bewohnte Stadt.

Erzählt wird das Ganze erneut aus Sicht einer sympathischen Hauptfigur, die sich mit allerlei Gefahren herumschlagen muss, wobei es neben den Tücken von Naturwissenschaft und Technik nun auch gewisse  Menschen sind, die Probleme bereiten. Das ist eben der Haken, wenn man den Himmelskörper nicht ganz für sich alleine hat.

 

Insgesamt eine locker leichte Lektüre, die sicher keine neuen Erkenntnisse über den Sinn des Lebens liefert, aber dafür eine unterhaltsam erzählte Thriller-/ Abenteuergeschichte in einem exotischem (dabei gleichwohl glaubwürdigen) Ambiente bietet - und durchaus auch einige gut durchdachte und realistisch wirkende Einblicke, wie die Anfangsphase einer dauerhaften Mondbesiedelung einst aussehen könnte.

Eifrig gebastelt und getüftelt wird übrigens auch wieder.

Ein Roman, der glänzend unterhält und viel Spaß macht, allerdings wohl nicht allzu lange in Erinnerung bleiben wird.

 


Andy Weir

Artemis

Eine sf-Lit - Kurzkritik von 2019